

Eine neue Matratze begleitet Sie viele Jahre und entscheidet jede Nacht darüber, wie erholt Sie am Morgen aufwachen. Vor allem die individuelle Passform ist dabei wichtig, denn was bei der einen Person als angenehm fest gilt, kann für die andere zu hart sein.
Wir sagen Ihnen, worauf es beim Probeliegen wirklich ankommt und wie Sie in Ruhe herausfinden, welche Matratze zu Ihrem Schlaf passt.
Damit Ihnen das Probeliegen leicht fällt, klären Sie sich vorab am besten ein paar Fragen, dann finden Sie schneller die passende Matratze:
Eine Matratze ist kein Standardprodukt. Härtegrad, Aufbau und Material wirken bei jedem Körper anders. Zwei Menschen mit gleicher Größe und gleichem Gewicht können auf derselben Matratze völlig unterschiedlich liegen, weil Schulterbreite, Beckenform und Schlafgewohnheiten verschieden sind.
Beim Probeliegen spüren Sie sofort, ob die Wirbelsäule gerade liegt, ob die Schulter einsinken kann und ob Druckstellen entstehen. Diese Erfahrung lässt sich weder durch Beschreibungen noch durch Onlinebewertungen ersetzen. Vor allem deshalb empfehlen wir, jede Matratze vor dem Kauf ausgiebig auszuprobieren.
Termin vereinbaren

Damit Sie ein realistisches Gefühl für die Matratze bekommen, sollten Sie nicht in Eile zum Probeliegen kommen. Planen Sie für Ihren Termin mindestens eine Stunde ein und tragen Sie bequeme Kleidung. Enge Hosen oder steife Jacken verfälschen Ihre Körperhaltung und machen es schwer, sich zu entspannen.
Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Am Morgen ist Ihre Bandscheibe gut mit Flüssigkeit versorgt und Ihr Körper ist anders ausgerichtet als am Abend. Wer abends probeliegt, spürt typische Verspannungen und Druckpunkte oft deutlicher. Ideal ist ein Termin am späten Nachmittag.
Beim Probeliegen geht es nicht darum, einfach kurz auf die Matratze zu sinken. Nehmen Sie nacheinander die Positionen ein, die Sie auch zu Hause schlafen, und nehmen Sie sich pro Position mindestens zwei bis drei Minuten Zeit.
Strecken Sie sich entspannt aus. Die Wirbelsäule sollte ihre natürliche S-Form behalten. Wenn Ihr Becken zu tief einsinkt oder ein Hohlkreuz entsteht, ist die Matratze zu weich oder zu hart.
Die Schulter sollte spürbar einsinken können, sodass die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Legen Sie eine Hand an Ihre Lendenwirbelsäule. Bleibt dort kein Hohlraum, liegen Sie korrekt.
Wer auf dem Bauch schläft, braucht eine eher festere Matratze, damit der Bauch nicht zu tief einsinkt und ein Hohlkreuz vermieden wird.
Drehen Sie sich während des Probeliegens mehrfach. So spüren Sie, ob die Matratze Sie beim Wechsel zwischen den Lagen gut unterstützt.
Achten Sie auf das Gefühl beim Drehen. Eine Matratze sollte sich Ihrem Körper anpassen und gleichzeitig genug Stützkraft mitbringen. Wenn Sie sich beim Wechsel von der Rücken- in die Seitenlage anstrengen müssen, ist der Härtegrad häufig nicht passend.
Spüren Sie nach, ob Druck an Hüfte oder Schulter entsteht. Solche Druckpunkte führen nachts zu Wendebewegungen und unruhigem Schlaf. Auch die Temperatur ist wichtig: Wer schnell schwitzt, profitiert von atmungsaktiven Materialien wie Latex, Naturlatex oder Kaltschaum mit offener Zellstruktur.
Zu zweit sollten Sie immer gemeinsam probeliegen. So merken Sie schnell, ob die Matratze auch bei Bewegung des Partners stabil bleibt.


Pro Matratze sollten Sie mindestens 10 bis 15 Minuten liegen bleiben. Erst nach dieser Zeit entspannen sich die Muskeln und Sie spüren, wie der Körper wirklich auf der Unterlage ruht. Wer nur 30 Sekunden testet, beurteilt vor allem die Oberflächenhärte und nicht das tatsächliche Liegegefühl.
Probieren Sie mehrere Modelle und vergleichen Sie sie direkt nacheinander. Vor allem der Wechsel zwischen verschiedenen Härtegraden und Materialien hilft Ihnen, ein klares Gefühl für Ihren Favoriten zu entwickeln.
Eine kompetente Beratung erkennen Sie daran, dass zuerst Fragen gestellt und nicht sofort Produkte vorgeführt werden. Bei belluna nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Vorgespräch, vermessen auf Wunsch Ihre Schulter- und Beckenbreite und stimmen die Matratze passend zu Ihrer Unterfederung ab.
Auch das Kissen wird in die Beratung einbezogen, denn Matratze und Kissen wirken immer als System zusammen. Bringen Sie wenn möglich Ihren Schlafpartner mit, denn jede zweite Person merkt erst beim gemeinsamen Probeliegen, was wirklich passt.
Beratungstermin vereinbaren
Mindestens 10 bis 15 Minuten pro Modell. Erst nach dieser Zeit entspannt sich der Körper und Sie spüren, wie die Matratze tatsächlich auf Ihre Wirbelsäule wirkt.
Der späte Nachmittag ist ideal, weil Sie weder durch morgendliche Steifheit noch durch starke Müdigkeit verfälscht beurteilen.
Ja. Wer zu zweit schläft, sollte unbedingt gemeinsam probeliegen, um Schwingungen, Bewegungen und das gegenseitige Liegegefühl realistisch beurteilen zu können.
Die Position, in der Sie hauptsächlich einschlafen. Trotzdem sollten Sie alle drei Lagen einnehmen, weil die meisten Menschen nachts zwischen den Positionen wechseln.
Bei zu harter Matratze entstehen Druckpunkte an Schulter und Hüfte, bei zu weicher Matratze sinkt das Becken zu tief ein und die Wirbelsäule bildet kein gerades Profil mehr.
Ja, denn nur im Fachgeschäft können Sie verschiedene Modelle direkt vergleichen und mit fachlicher Begleitung den passenden Härtegrad bestimmen.